Ostern

2021

"Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle."

| Offb 1,18


Musik zum Beginn

Er ist erstanden, Halleluja - Bearb.: C. Kandert

Piano: Dr. Birgit Kordt


Eröffnung

Man sieht es in den Schaufenstern schon früh
Schokohasen, Ostereier
Sonst merkt man es auf den Straßen
Am Ferienbeginn
Vollbepackte Autos im Stau
Diesmal nicht
Auch keine überbuchten Hotels und Flüge

Erneut, 2021, ist Ostern – ungewohnt -
nicht nur ein Vor-Wort für vieles:
Oster-Ferien, Oster-Urlaub, Oster-Verkehr, Oster-Hase.

Aber auch erneut 2021:
Keine Oster-Gottesdienste für alle in unserer Kirche.

Was bedeutet  dann Ostern -
Eigentlich
Dieses Jahr?

Überwunden das Kreuz
Der Stein ins Rollen geraten
Fürchtet euch nicht
Vor euch das Licht?
Was meinen wir, wenn wir uns 2021 „Fröhliche Ostern“ sagen?

Wir feiern Ostern
im Namen des Vaters  und des Sohnes und des Heiligen Geistes
Wir feiern die Auferstehung zum Leben
Amen.

Osterpsalm

Es keimt und sprosst
und fließt und fällt
weil Du, Gott, in allem
das Leben bist
Leben, das allen Tod überdauert.

Es springt und tanzt
und jubelt und singt
weil Du in allem
das Leben bist
Leben, das allen Tod überdauert.

Es kommt und lebt
und wirkt und lebt
weil Du in allem
das Leben bist
Leben, das allen Tod überdauert.

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heilgen Geist.
Jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Kyriegebet

Gott des Lebens,
Wie vieles an uns ist schon gestorben!
Gedanken, Gefühle, Hoffnungen, Träume.
Der Resignation gewichen. Der Enttäuschung. Der Trägheit.

Komm, tau uns auf.
Wir die Frühlingssonne den Winterboden.
Dass unsere Hoffnung Säfte zieht. Damit sie schwinden,
unsere Zweifel, heilen, unsere Wunden,
Vertrauen wachsen kann.
„Kyrie eleison“.

Gnadenzusage

Dass ER durch Mauern drang,
verschossene Türen:
Un-glaublich?
Er kommt durch Stein.
Durch mehr als Stein. Kommt in mein Herz!
Überhaupt nicht aus und alles vorbei!
Es könnte, mag sein, erst alles noch werden!
Gott sein Dank!

Musikalisches Zwischenspiel

Erstanden is der heilig Christ

Trompete: Victoria Kordt

Orgel: Dr. Birgit Kordt

Lesung aus dem Johannesevangelium (Kapitel 20)

1 Am ersten Wochentag nach dem Sabbat ging Maria aus Magdala zum Grab. Es war früh am Morgen und noch dunkel. Da sah sie, dass der Stein vor der Grabkammer weggenommen war.
2 Sie lief fort und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus besonders liebte. Denen berichtete sie: »Sie haben den Herrn aus dem Grab weggenommen. Und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.«
3 Sofort machten sich Petrus und der andere Jünger auf und kamen zum Grab. (..) sahen  die Leinenbinden dort liegen
7 und auch das Tuch, mit dem das Gesicht von Jesus verhüllt gewesen war. Das lag aber nicht bei den Leinenbinden. Es war zusammengerollt und lag an einem anderen Platz.
8 (...)Nun kehrten die Jünger wieder nach Hause zurück.

11 Maria blieb draußen vor dem Grab stehen und weinte. Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vor und schaute in die Grabkammer hinein.
12 Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern dort sitzen, wo der Leichnam von Jesus gelegen hatte.
Einer saß am Kopfende, der andere am Fußende.
13 Die Engel fragten Maria: »Frau, warum weinst du?« Maria antwortete: »Sie haben meinen Herrn weggenommen. Und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!«
14 Nach diesen Worten drehte sie sich um und sah Jesus dastehen.
Sie wusste aber nicht, dass es Jesus war.
15 Jesus fragte sie:»Frau, warum weinst du? Wen suchst du?«
Maria dachte: Er ist der Gärtner.
Darum sagte sie zu ihm: »Herr, wenn du ihn weggebracht hast, dann sage mir, wo du ihn hingelegt hast. Ich will ihn zurückholen!«
16 Jesus sagte zu ihr: »Maria!« Sie wandte sich ihm zu und sagte auf Hebräisch: »Rabbuni!« – Das heißt: »Lehrer«.
17 Jesus sagte zu ihr: »Halte mich nicht fest! Ich bin noch nicht hinaufgegangen zum Vater. Aber geh zu meinen Brüdern und Schwestern und richte ihnen von mir aus:›Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.‹«
18 Maria aus Magdala ging zu den Jüngern. Sie verkündete ihnen: »Ich habe den Herrn gesehen!« Und sie erzählte, was er zu ihr gesagt hatte.

Betrachtung zum Johannesevangelium

Ostern  hat mit Osten zu tun. Mit aufgehender Sonne, mit der Stunde der Morgenröte. Was an Ostern geschieht, geschieht zu eben der Stunde, wo die Nacht zum Tag wird, wo sich vorsichtiges Licht um die Welt legt;  um Trümmerfelder und Gräber. Um zerstörtes Leben und gebrochene Hoffnungen. „In aller Früh, als es noch dunkel ist, geht sie hinaus“, so Johannes.

Ein Protokoll ist es nicht, dass der Evangelist  Johannes überliefert. Eine Glaubensgeschichte ist es. Von Maria aus Magdala, die Jesus folgte von Beginn an. Mit ihm verbunden in besonderer Weise. Sie ist gefolgt bis unter Kreuz. Nicht geflohen, sie hat sich nicht herausgeredet. Auch als sie Jesus vom Kreuz abnehmen und ins Grab legten war Maria dabei. Und jetzt, im Schutz noch der Dunkelheit, bei leicht anbrechendem Licht, sucht sie ihn auf. Er ist doch ihr Leben. Doch las sie ans Grab tritt, ist es leer. Sie steht vor dem Stein, sieht auf ihn und weint.
Erst als sie sich vom Grab wegdreht, umdreht kann sie sehen. Den Gärtner, denkt Maria,  den sie fragen kann nach Jesus.

Und dann – die vertraute Stimme und ihr Name. Er hat den Stein durchbrochen – vorm Grab und die Steine ihrer Traurigkeit. Ihr Meister – Rabbuni ist da und bleibt da, begreift Maria. Der Tod hat ihn nicht weggenommen. ER lebt und bleibt ihr erhalten „bis ans Ende aller Tage“. Wie er es versprochen hat. In Maria wird es hell, ganz hell – soviel Licht, dass sie es weitersagen muss. Allen. An diesem ersten Ostertag.  

Musikalisches Zwischenspiel

Christ, the Lord, is risen - Bearb.: John Bertalot

Orgel: Dr. Birgit Kordt

Lesung aus dem Johannesevangelium (Kapitel 20)

24 Thomas, der auch Didymus genannt wird, gehörte zum Kreis der Zwölf. Er war nicht bei ihnen gewesen, als Jesus gekommen war.
25 Die anderen Jünger berichteten ihm:»Wir haben den Herrn gesehen!«Er entgegnete ihnen:»Erst will ich selbst die Wunden von den Nägeln an seinen Händen sehen. Mit meinem Finger will ich sie fühlen. Und ich will meine Hand in die Wunde an seiner Seite legen.
Sonst kann ich das nicht glauben!«
26 Acht Tage später waren die Jünger wieder beieinander. Diesmal war Thomas bei ihnen. Wieder waren die Türen verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte:»Friede sei mit euch!«
27 Dann sagte er zu Thomas:»Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände an. Streck deine Hand aus und leg sie in die Wunde an meiner Seite. Sei nicht länger ungläubig, sondern komm zum Glauben!«
28 Thomas antwortete:»Mein Herr und mein Gott!«

Betrachtungen zum Johannesevangelium

Thomas wird oft „ungläubig“ genannt, aber das ist nicht richtig. Wie wäre es uns wohl ergangen, wenn wir IHM, dem Auferstandenen begegnet wären. Einfach so, in unserem Zuhause, unserer Welt.
Thomas hat an Jesus geglaubt, genauso wie alle anderen. Nicht weniger, nicht mehr. Aber dann war Jesus fort, tot, alle Hoffnungen zerronnen. Thomas versuchte – wie wir – mit Verlust und Traurigkeit zurecht zu kommen. Ging seinen Weg und glaubte den Erzählungen der anderen von der Auferstehung lieber nicht. Bloß nicht zuviel Hoffnung machen. Nicht nochmal enttäuscht werden. Besser nicht an ein Wunder glauben.
So wie wir. Mit der Realität abfinden. Mit der Dunkelheit leben lernen.
Doch dann wird es anders, es wird licht. Und dann ist er wieder da, Jesus – der Freund, Bruder und Meister ist.
Jesus hilft Thomas, er gibt ihm was er braucht, damit es Ostern für Thomas werden kann.

Musikalisches Zwischenspiel

Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin [EG 114]

Interpret: Sven Bergmann

Predigt

Abendspaziergang kurz vor Ostern an der Ruhr.
Die Sonne scheint noch schräg frühlingswarm.
Wir laufen an Booten entlang und erzählen von früher und jetzt.
„Ich hatte einen Traum“, höre ich, „ich war auf einem Fest, viele Menschen da, oben auf einem Berg. Ich stand umgeben.  Dann war es plötzlich anders , ich bin hinunterfallen  und  an einem Wasser aufgekommen. Sicher gelandet, vor Anker gegangen. Es war gut. Ich war für mich und trotzdem nicht allein.“
Ich höre zu und schaue auf das Wasser der Ruhr. Stimmt, am Wasser liegt oft Trost. Ich habe Sehnsucht nach dem Meer gerade jetzt kurz vor Ostern. Nach dem Geräusch der Wellen, nach den Farben des Meeres, seiner Bewegung.  Ich habe Sehnsucht nach Sand unter den Füßen. Am Meer fühle ich mich Gott näher  in dem ewigen Kreislauf von Ebbe und Flut.
„Kein Osterurlaub auf der Insel“, denke ich, als wir den inzwischen halbdunklen Uferweg entlang laufen. Ich bin traurig.
„Wieder kein richtiges Ostern“, sage ich laut. „Keine volle Kirche, keine Zeit am Meer.“

„Als nun Mose seine Hand über das Meer reckte, ließ es der HERR zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich. Und die Israeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
Und die Ägypther folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Phararo, seine Wagen und Reiter, mitten ins Meer.  Und das Wasser kam wieder und bedeckte Wagen und Reiter, das ganze Heer des Pharao, das ihnen nachgefolgt war ins Meer, sodass nicht einer von ihnen übrig blieb.  Aber die Israeliten gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.
So errettete der HERR an jenem Tage Israel aus der Ägypther Hand.“ ( Exodus 14,21-30)
 
Für die Israeliten wurde alles wieder gut.

„Alles wird gut“, das haben wir letztes Jahr Ostern mit dem Regenbogen an die Fenster und Wände geschrieben. Oft habe ich gedacht, wenn ich an den vielen bunten Regenbögen vorbeilief: „Das ist doch nur die eine Hälfte der Geschichte.“ Nur das Happy End- nicht die Bedrohung, die im nicht endenden Regen unter dunklen Wolken lag und der Untergang von fast Allem und Allen in der Sintflut.
„Alles wird gut“ – das kommt erst, wenn das Wasser wieder abfließt. Letztes Jahr Ostern war getragen von diesem großen Wunsch: „Alles wird gut“ - wenn die Seuche endet. - Wenn der Impfstoff da ist . - Wenn alles wieder wird wie vorher.
Inzwischen ahnen wir: unser altes Leben zurück, einfach so – wie gewohnt, wird es nicht geben.
Die Bibel erzählt Befreiungs-, Rettungsgeschichten, keine Geschichten des Happy Ends für alle. Denn für die Ägypther geht es nicht gut aus.

Auch Ostern ist keine schlichte Happy End –Geschichte. Gut geht es aus für die, die an Jesus glauben. Für die Frauen und Männer von denen wir lesen- selbst für den Mann neben ihm am Kreuz. Ob es ein Happy End für Alle gibt ganz am Ende unsrer Weltgeschichte? Das bleibt Gottes alleinige Entscheidung. Ich glaube daran und hoffe darauf.
An Rettung und Befreiung durch Gott, den HERRN glaubt das Volk Israel bis heute. Jüdinnen und Juden erinnern sich jedes Jahr zum Passah Fest - so wie Jesus es tat - an die Rettung beim Durchzug durch das Schilfmeer. Erinnernd wird gemeinsam gebetet, gegessen, gelesen und getrunken, denn jede Speise und jedes Wort hat Bedeutung in dieser Geschichte der Befreiung aus Gewalt und Willkür damals in Ägypthen.
Das Wissen um die Rettung damals hat Menschen jüdischen Glaubens Kraft gegeben Furchtbarstes durchzustehen bis heute. Die  Hoffnung auf Befreiung und das Erfüllen von Verheißungen ist nicht verloren gegangen.
„Und Mose sprach zum Volk: Fürchtet Euch nicht, steht fest und sehet zu, was für ein Heil der HERR heute an Euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypther heute seht, werdet ihr sie niemals wiedersehen. Der HERR wird für Euch streiten, und ihr werdet stille sein. Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich  und trat hinter sie.“ (Exodus 14, 13- 19)
Befreiungsgeschichten stehen für sich in unserer Bibel.
Jede ist unvergleichbar.
Damals auf dem Weg in die Freiheit trat Gott mit all seiner Macht für sein Volk ein. Er schützte seine Menschen, den Engel im Rücken. Die Isareliten stehn vor der Wolkensäule im Licht, der Weg der Ägypther, die vernichten wollen, ist verdunkelt.
Befreiungsgeschichten erzählt die Bibel.

Ostern ist eine Befreiungsgeschichte.
Die Befreiung vom endgültigen Tod, von endgültiger Dunkelheit und Leere. „Jesu Tod ist ein Lebens-mittel, ein Signal für alle Lebenden: Es kann gelebt werden. Es hat einen Sinn zu leben(...) Der Tod ist kein Argument gegen das Leben. Kein Argument gegen den Glauben an den Sinn eines jeden Menschenlebens. Kein Argument gegen die Liebe als die Energie des Lebendigmachens allen Lebens. Kein Argument gegen die Hoffnung auf die Vollendung der Welt. (...) Man stirbt in Gott hinein, so unbegreiflich das ist und bleibt. Abgesehen von Jesus sind das nur Worte. Mit Jesus sind es Worte, die wirklich lebendig machen.“
(aus: Ernst Lange, Nicht an den Tod glauben.)

Mit Jesus sind es Worte die wirklich lebendig machen:
Ich erinnere mich an die Feier der Osternacht – eigentlich schon am Ende der Nacht, kurz bevor die Sonne aufgeht. In einer weißen alten Kirche umgeben von Bergen. Alles ist noch dunkel, wir sitzen dicht an dicht . Es ist voll. Ich kann die Menschen neben mir atmen hören. Sonst ist es ganz still. Nur eine Kerze leuchtet zum Lesen der alten Geschichten: von der Erschaffung der Welt, von Sintflut und Rettung und der großen Befreiung durchs Meer.
Dann geht im Osten vorsichtig die Sonne auf. Ihre ersten Strahlen fallen durch die alten Fenster, brechen sich in buntes Licht um das Kreuz . Es wird heller und heller. Wir richten uns auf in den Bänken, geben Kerzenlicht weiter- und dann ist es licht und laut. Voller Orgelklang, Glockengeläut, befreites Singen.

Wie wird Ostern 2021 in unserer Erinnerung sein?
Vor den Bildschirmen, erneut gefeiert nur mit wenigen, ohne die Sicherheit von Gewohntem, das Ende der Pandemie immer noch entfernt.
Was ist das Befreiende an diesem Ostern?
Die Zeit der Regenbögen ist der Ernüchterung gewichen, die Hoffnung auf ein wenig „kirchliche Normalität“ hat der Sorge vor Ansteckung in unseren Gottesdiensten Platz gemacht.
„Fürchtet Euch nicht, steht fest und sehet zu, was für ein Heil der HERR heute an Euch tun wird.“
Ich wünsche mir von diesem Ostern die Sicherheit des heller werdenden Lichtes,  auch wenn ich nicht nah anderen -aufrecht und befreit - in der Kirchenbank sitze.

Im Dunklen gehe ich von der Ruhr zurück zu meinem Auto. Vieles geht mit: Bilder, Gedanken, Hoffnungen. Ich starte das Licht des Autos und fahre nach Hause. Ich bin ein wenig durchgefroren und machen mir einen heißen Cafe, schäume die Milch auf und lasse sie auf den Kaffee fließen und finde: Es erscheint die Form eines Ankers oben auf der Tasse. Kleine Zeichen, nicht planbar, überraschend- denke ich. Vielleicht ist das Ostern 2021. Die Suche nach Befreiungsgeschichten. Nach Rettungs-, Trost-, Licht-, Auferstehungsgeschichten. Für jeden und jede von uns anders.
Aber mit Jesus: Geschichten, die lebendig machen.

„Ich hätte auch gern einen solchen Traum, in dem ich sicher am Wasser lande. Bei mir und doch nicht allein. Befreit von Schwerem“, habe ich gesagt beim Abendspaziergang.  Ich brauche kein  „Alles wird gut“, keinen immerwährenden  Regenbogen.
Ich brauche die Sicherheit, nicht allein zu sein, sondern verankert, festgemacht.
Es braucht für mich Ostern keine Eier und Hasen, kein „wie sonst“ und kein Happy End und vielleicht nicht mal das Meer.
Nur diese Sicherkeit. Ich bin bei Gott verankert, ganz fest. Hier in diesem Leben und weit darüber hinaus.

Amen.

Musikalisches Zwischenspiel

Wir wollen alle fröhlich sein

Trompete: Victoria Kordt

Orgel: Dr. Birgit Kordt

Fürbittengebet

Lasst uns beten

Für alle die Gott suchen: dass er sich finden läßt.
Für alle, die meinen, Gott zu besitzen: dass sie sich frei geben, weiter ihm folgen.
Wir bitten dich: Erhöre uns!

Lasst uns beten

Für alle, die das Kommende fürchten: dass sie nicht aufgeben.
Für alle, die gescheitert sind: dass sie aufstehen, es noch einmal probieren.
Wir bitten dich: Erhöre uns!

Lasst uns beten

Für alle, die trauern, dass sie Trost finden.
Für alle die traurig sind, dass sie spüren wie Gott durch Stein dringt und lebendig macht.
Wir bitten dich: Erhöre uns!

Lasst uns beten

Für alle, die Krieg und Gewalt ausgeliefert sind
Und auf der Flucht oder ausharren müssen: dass sie Schutz erfahren.
Wir bitten dich: Erhöre uns!

So vieles andere tragen wir noch im Herzen, lebendiger Gott.
Wir berühren deine Seite und geben es in deine Hände
Und bitten dich: Erhöre uns!

Vater Unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Sendung

Sieh den Engel

Stark genug
der Engel des Herrn
auch dir
den Stein
hinweg zu wälzen
vom Ort da er begraben ist
unter den Scherben deiner Hoffnungen.

Stark genug
der Engel des Herrn
den Todessschatten von deinem Antlitz
zu nehmen
zu lösen die Fesseln
untröstbarer Trauer.

Nur einen Atemzug weit weg
der Engel des Herrn!

(Antje Sabine Naegli)

Segen

Es segne und behüte uns
der mächtig und auferstanden ist
Vater , Sohn und Heiliger Geist
+

Amen.

Musik zum Ausgang

Osterruf - Christ ist erstanden

Trompete: Victoria Kordt

Orgel: Dr. Birgit Kordt