Wir wünschen allen ein gutes und gesegnetes Jahr 2021.

Ewigkeitssonntag

Wir feiern Gottesdienst am Vorabend des Ewigkeitssonntag. Wir gedenken der Verstorbenen des letzten Jahres, erinnern Ihre Namen, Ihr Leben.

Wir feiern Gottesdienst am Vorabend des Ewigkeitssonntages und wissen, dass sie geborgen sind bei Gott , uns vorausgegangen nur,  hinterm Horizont in einem ein neuer Tag.

Herzlich Willkommen allen, die heute diesen Gottesdienst mitfeiern –

Aus Traurigkeit und Fehlen

Aus dem Bedürfnis nach Gemeinschaft und Trost.

Der Lieddichter Reinhard Mey hat seinem Kind, die Frage nach dem, was hinter unserem irdischen Horizont beginnt, so beantwortet:

"Du hast mir schon Fragen gestellt
Über Gott und über die Welt
Und meist konnt' ich dir Antwort geben
Doch jetzt bringst du mich aus dem Lot
Mit deiner Frage nach dem Tod
Und "Was ist, wenn wir nicht mehr leben?"
Da muss ich passen, tut mir leid
Niemand weiß da so recht Bescheid
Solang' es Menschen gibt auf Erden
Ich stelle mir das Sterben vor
So wie ein großes, helles Tor
Durch das wir einmal gehen werden ..."

Musik zum Eingang

Swing Low Sweet Chariot

Interpret: Kreiskantor Sven Bergmann

Eröffnung

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Gemeinde:             Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
Gemeinde:             der Himmel und Erde gemacht hat.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit uns allen.

Psalmgebet nach Psalm 90

Gott, du bist unsere Zuflucht;
bei dir finden wir Schutz

Denn du warst da, ehe die Berge wurdenund die Erde und die Welt entstanden.

Was mir lang vorkommt
muss dir kurz erscheinen;

Ist denn da ein Menschenlebenmehr als eine Wiesenblume,die am Morgen noch wächst und blühtund abends schon verwelkt ist?

Gott, du bist unsere Zuflucht;
bei dir finden wir Schutz.

 

Fang mich auf, Gott,breite deine Arme aus, sei mir ein großes Netz, dass ich wieder ruhig werden kann.

 

Lass mich wieder fröhlich werden und gelassen, dass ich mein Leben leben und tun kann, was Freude macht.

 

Gott, du bist unsere Zuflucht;

bei dir finden wir Schutz.

Wir beten:

Guter Gott,
um deine Engel bitten wir.

Wir gedenken heute der Menschen, die in diesem Jahr gestorben sind, und wir erinnern uns an die  Gesichter, die wir vermissen. Wir haben versucht, das Leben ohne sie zu gestalten und haben neue Schritte gemacht, doch ist es uns oft nicht gelungen, uns aus unsren Traurigkeiten zu lösen und deine Stimme zu hören, die uns  in dieses Leben hier ruft. Wir brauchen Deine Nähe. Du hast verspochen, dass deine Engel uns begleiten – hier und dort.

Laß uns spüren, dass deine ausgestreckte Hand uns tröstet.

Amen.

Epistellesung (Offenb. 21, 1-7)

211Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2Und ich sah die heilige Stadt,
das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. 3Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! 6Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 7Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

Halleluja

Du tust mir kund den Weg zum Leben:
Vor dir ist Freude die Fülle
und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Halleluja!

Glaubenszeugnis - nach Dietrich Bonhoeffer

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
so viel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

Musik - Von guten Mächten

Komponist: Siegfried Fietz

Interpret*in: unbekannt

"Ich glaube" - von Annemarie Schnitt

- Ich glaube

An eine Bleibe
Hinter dem Horizont
Wohin kein Weh
Mich verfolgt
Wo keine Sorge mich lähmt
Wo keine Trauer mich drückt

- Ich glaube

an eine Bleibe für mich
unter einem anderen Himmel
befreit von Erdenschwere
auferstanden aus Asche

- Ich glaube

an Siege über den Tod
ich glaube solange
ich glauben kann
an etwas Neues
das noch kein Auge gesehen
kein Ohr erhorcht
keine Stimme besungen hat

- Ich glaube

über das Leben hinaus ans Leben.“

Gedenken an die Verstorbenen

Wir wissen dass Gott unsere Zeit in seinen Händen hält und denken so voll Vertrauen an die Menschen, die wir hier vermissen.

(Stille)

Herr, gib du ihnen allen, an die wir gedacht haben und denen, die ungenannt geblieben sind Leben die Fülle,  in Wärme und Licht bei dir.

Und sei denen Trost, die vermissen, in der Zeit ihrer Trauer.

Amen.

Predigt

von Pfrarrein Katrin Hirschberg-Sonnemann

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserm Vater und dem Herrn Jesus Christus. Amen.

Liebe Gemeinde,

ich warte oft frühmorgens am Fenster bis die Sonne am Horizont aufgeht. Die Nächte im November fallen nicht leicht und sind in diesem Jahr noch seltener erholsam. Ich kenne das seit Kindheit an, dass alle Belastungen vor allem die Nacht  erschweren, den Schlaf unterbrechen.

In Traurigkeit und Sorge besonders. Irgendwann gebe ich dann auf, stehe am Fenster und warte, dass die Sonne aufgeht.

Ein neuer Tag.

„Hinterm Horizont geht’s weiter, ein neuer Tag.
Hinterm Horizont immer weiter. Zusammen sind wir stark“.

Am Ewigkeitssonntag, Totensonntag sagen wir, vermissen wir die, mit denen wir zusammen stark waren, besonders. Wir sind ihnen in Gedanken und Gefühlen nah, erinnern gemeinsam verbrachte Zeiten, fühlen uns hier einsamer und hoffen, dass sie dort -  hinterm Horizont - heil und glücklich sind. 

„Ich stelle mir das Sterben vor so wie ein großes helles Tor, durch dass wir einmal gehen werden“- ein anderer Liedtext und der Versuch zu beschreiben, was wohl hinter dem Tor wartet: 
„... ein Quell des Lichts,
das Meer, vielleicht Nichts,
ein Park mit grünen Bänken?
Ich möchte mir dort den Himmel denken.“

Bruchstückhaftes Ahnen, Hoffnungsfragmente des Lieddichters Reinhard Mey. 

Bruchstücke zeigen sich uns nur – Ahnungen am Horizont.Glaube ist nicht Wissen, gerade wenn es über unsere Welt hinausgeht.

Wenn die Gedanken in der Nacht kommen, wie es sein wird - dort  und wie es denen geht - dort, bin ich oft froh wenn endlich der neue Tag aufzieht und ich wieder besser die Umrisse der Berge erkennen kann.

„Heute erkenne ich bruchstückhaft, dann aber werde ich erkennen, wie ich von Gott erkannt worden bin.“ (1 Kor 13,12)

Jetzt erkenne ich nur bruchstückhaft.

Bruchstücke – ich denke über meinen Umgang mit Scherben nach. Lebens-Scherben.  

Was machen wir  wenn etwas wie ein wertvolles Geschirr zerbrochen ist in unserem Leben? Versuche ich den Schaden zu beheben? Um Versöhnung zu bitten, die Scherben möglichst sorgsam zusammenzufügen, so dass der Riss nicht so sichtbar ist? Oder räume ich die Scherben beiseite, fange von vorn an-sozusagen mit neuem Geschirr- ohne Risse und Bruchkanten. Keine Enttäuschung. Keine Trennung. Keinen Konflikt. Keine Krankheit. Kein Abschied.

Aber oft gelingt das nicht.

Unser Lebensweg bleibt selten heil und ohne Risse, manches geht zu Bruch. Und auch wenn wir uns Neuem zuwenden, wir nehmen wie das Glück auch die Scherben mit bis zum Ende unserer Lebensreise.
Und die Bruchstücke begleiten unser Abschiednehmen. Manchmal ist es möglich noch vor dem Tod die Risse zusammenzufügen, manchmal nicht. Unser Leben bleibt Fragment. Manches ist offen und oft verstehen wir nicht warum.

„Heute erkenne ich bruchstückhaft, dann aber werde ich erkennen, wie ich von Gott erkannt worden bin.“ (1 Kor 13,12)

Hinterm Horizont ändert sich unser Erkennen, weiß die Bibel.

Das hilft nicht immer zur Antwort auf meine Fragen, aber es tröstet meine Traurigkeit. Ich ahne den neuen Tag.

„Hinterm Horizont geht’s weiter, ein neuer Tag.Hinterm Horizont immer weiter. Zusammen sind wir stark“.

Ich weiß, Udo Lindenberg meint es anders aber ich spüre  in dem „Zusammen sind wir stark“ Gottes Stärke. Gott ist Halt, Geländer, zum Festhalten. Gott traue ich zu, dass die, die ich in meiner Welt vermisse, im neuen ewigen Tag einen guten Platz haben. Ohne Angst und Schmerzen. Ich hoffe für sie und für mich auf Geborgenheit und Leichtigkeit und Nähe mit Gott und denen, die ich liebe. Ich hoffe auf  Zusammen sein.

Reinhard Mey in seinem Lied  weiß es ganz sicher:

Hinter unserem Horizont – dort ist

„Ein guter Platz, um dort zu bleiben.
Fernab von Zwietracht, Angst und Leid.
In Frieden und Gelassenheit,
Weil wir nichts brauchen, nichts vermissen.
Und es ist tröstlich wie ich find,
die uns vorausgegangen sind.
Und die wir lieben, dort zu wissen.“

Nichts brauchen, nichts vermissen - heil sein.

Hier - gibt es kein Leben ohne Scherben, ohne Brüche. Wir müssen mit ihnen leben lernen. In jeder Lebensgeschichte gibt es Fragmente. Unvollkommenes, Misslungenes, Gestörtes und Zerstörtes: enttäuschtes Vertrauen, zerbrochene Hoffnungen, Abschiede.Und inmitten  all dem trotzdem immer die  Sehnsucht nach Ganzheit und Unversehrtheit. Weil wir um die Brüche wissen, spüren wir die Sehnsucht nach Heil und nach gelingendem Leben.

Paulus schreibt: „Wir sehen vorläufig nur ein rätselhaftes Spiegelbild, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Heute erkenne ich bruchstückhaft, dann aber werde ich erkennen, wie ich von Gott erkannt worden bin.“ (1 Kor 13,12)

Heute sehe ich nur die Bruchstücke. Aber jede einzelne Scherbe meines Lebens verweist auf das Ganze, auf das Heil, den neuen Morgen.

In Gottes neuer Welt fügen sich unsere Lebens-Bruchstücke zusammen.  Alles, was hier in Scherben liegt – die Hoffnung auf Heilung und die Frage nach dem Warum, der Schmerz des Abschieds. Dort ist in der Welt die wir ewig nennen,  ganz.  Nicht geklebt, oder weggeräumt- es ist heil. Weil wir Gott sehen, ganz sehen. Nicht nur Gott ahnen, oder Gott denken, oder Gott  glauben – sehen. Wirklich sehen.

Hinterm Horizont wartet ein neuer Himmel und eine neue Erde weiß das letzte Buch der Bibel. Und Gott wird  bei den Menschen sein.

Am Fenster mit Blick auf den langsam heller werdenden  Horizont erinnere ich Anna aus meinem Kinderbuch. Anna weiß,“ Mr. Gott“ ist ganz, vollständig bei uns.  Er muss sich nicht umdrehen, nicht ausrichten. „ Er hat kein hinten“ – sagt Anna. „Er schaut überall hin – gleichzeitig.“ Gott sieht uns ganz, heil. Er übernimmt unsere  Bruchstücke und Scherben. Er bewahrt sie für uns und hilft sie tragen.

"Kintsugi“ stammt aus Japan
und heißt übersetzt:    „Goldreparatur“.

Wenn eine wertvolle Schale in Scherben zerbricht, wird sie zusammengefügt. Ihre Risse bleiben dabei sichtbar. Nicht irgendwie geflickt, sondern mit einem Kitt und Lack, der Goldstaub enthält.

So werden ausgerechnet die Risse besonders kostbar.

Das ganze Gefäß glänzt.

Und durch die Bruchstellen hindurch schimmert das Licht.

Amen .

Fürbittengebet - nach Sylvia Bukowski

Gott, unsere Zuflucht,

Erschwerter noch ist das Sterben und das Loslassen in diesem Jahr der Pandemie,  wir suchen bei dir Trost und Stärkung in einer  beängstigenden Zeit.,
die befürchtete zweite Welle,
schwemmt wieder viele Pläne weg
und verbreitet neue Angst und Ungeduld.
Gott, es ist schwer, sich daran zu gewöhnen,
dass unser Leben so lange von Corona bestimmt ist.
Wir vermissen unsere Unbefangenheit,
die Nähe zu anderen Menschen- gerade in unserer Traurigkeit.
Wir wissen: der Umgangston wird rauer,
das Misstrauen wächst.
Wir bitten dich, Gott:
Steh uns bei.
Wir wollen uns nicht unterkriegen lassen von Corona,
uns nicht den Blick vernebeln lassen für das Gute,
das wir immer noch erleben,
wollen nicht blind sein für das Leid vieler anderer Menschen, gerade derer die wie viele von uns  trauern oder in Angst sind. Wir bitten für alle Kranken und Sterbenden, für diejenigen die  pflegen und begleiten. Für die, die heilen wollen und doch loslassen müssen,
Gott, du kannst alles wenden.
Wir bitten dich,
befrei die Welt von den Schrecken der Pandemie,
und stärke unseren Zusammenhalt
über alle Grenzen hinweg,
damit aus den beklemmenden Erfahrungen
Gutes wachsen kann.

Amen.

Vater Unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Musik - May The Lord Send Angels

Interpretin: Dr. Birgit Kordt

Sendungswort

Geht in der Kraft, die Euch gegeben ist,

geht getröstet,

begleitet,

und haltet Ausschau nach der Liebe

Geht unter dem Segen Gottes!

Segen

Der Herr segne und behüte dich

Der Herr lasse leuchten seine Angesicht über dir und sei dir gnädig

Der Herr erhebe sein Angesicht  über dich und gebe dir seinen Frieden.

Amen

Musik zum Ausgang

The Love Of God - Gospel

Interpretin: Dr. Birgit Kordt

Du hast mir schon Fragen gestellt

Reinhard Mey

Du hast mir schon Fragen gestellt
Über Gott und über die Welt
Und meist konnt' ich dir Antwort geben
Doch jetzt bringst du mich aus dem Lot
Mit deiner Frage nach dem Tod
Und "Was ist, wenn wir nicht mehr leben?"
Da muss ich passen, tut mir leid
Niemand weiß da so recht Bescheid
Solang' es Menschen gibt auf Erden
Ich stelle mir das Sterben vor
So wie ein großes, helles Tor
Durch das wir einmal gehen werden

Dahinter liegt der Quell des Lichts
Oder das Meer, vielleicht auch nichts
Vielleicht ein Park mit grünen Bänken
Doch eh' nicht jemand wiederkehrt
Und mich eines Bess'ren belehrt
Möcht' ich mir dort den Himmel denken
Höher, als Wolkentürme steh'n
Höher noch, als Luftstraßen geh'n
Jets ihre weißen Bahnen schreiben
Jenseits der Grenzen unsrer Zeit
Ein Raum der Schwerelosigkeit
Ein guter Platz, um dort zu bleiben

Fernab von Zwietracht, Angst und Leid
In Frieden und Gelassenheit
Weil wir nichts brauchen, nichts vermissen
Und es ist tröstlich, wie ich find'
Die uns vorangegangen sind
Und die wir lieben, dort zu wissen
Und der Gedanke, irgendwann
Auch durch dies' Tor zu geh'n, hat dann
Nichts Drohendes, er mahnt uns eben
Jede Minute bis dahin
Wie ein Geschenk, mit wachem Sinn
In tiefen Zügen zu erleben


Horizont

Udo Lindenberg

Musik - May The Lord Send Angels

Interpretin: Dr. Birgit Kordt

May the Lord send angels,
to guide you on your way.
May His love surround you, day by day.
May the Lord send angels,
to save you from the night,
wrap His arms around you and hold you tight.

Touch me Lord,
I need to feel your love.
Touch me with your blessings
from above.
When my mind
gets tired and weary,
and I seem to loose my sight.
Help my heart believe
that you’re still by my side.

May the Lord send angels...

Touch me Lord,
I need your helping hand.
Touch me Lord,
I need to understand,
why my feet
get tired and weary,
and I seem to loose my way.
Send your angels down,
don’t let me go astray.

May the Lord send angels...