Wir wünschen allen ein gutes und gesegnetes Jahr 2021.

3. Sonntag nach Epiphanias

24.1.2021

Spruch der Woche (Lukas 13, 29)

Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.

Musik zum Beginn

Jean-Baptiste Loeillet - Adagio in B Trompete und Klavier

Trompete: Victoria Kordt

Piano: Dr. Birgit Kordt

Eröffnung

Wir feiern diesen Gottesdienst
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Gemeinde:             Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
Gemeinde:             der Himmel und Erde gemacht hat.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus
und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
sei mit uns allen.

Psalm 77 - nach Huub Osterhuis

Die Stimme habe ich verloren.
Ich rufe ohne Ton.

            Himmel, hörst Du mich?
            Einst war jemand da,

den ich nannte „Gott“,
du. Gibt es dich noch?

                                   *

Ich denke an früher, an Tage von einst,
irre durch mein Gedächtnis. 

            Ich sang in der Nacht, ich war
            allein mit mir und mit dir. 

Ich erforschte mein Herz und weiß nicht -
bist du noch der von einst?

            Bist du ein anderer geworden?
            der keine Gnade mehr kennt ? 

Doch ich weiß noch deine Worte,
Wunder in meinen Ohren.

            die Stimme, die mich lenkte zum Guten -
            ich hör dich noch, ganz tief in mir. 

Du bahnst einen Weg, wo kein Weg ist. Du suchst den Abgrund der Meere.

            Doch auch: Der Abgrund sucht dich.
            Das Wasser sieht dich und schäumt hoch auf. 

Himmelwasser fällt dir zu Füßen,
Wolken umhüllen Deine Schultern.

            Du schaffst einen Weg durch das Meer.
            Du willst, was nicht sein kann und weißt:

Es kann. Du läufst übers Wasser
und nimmst uns an deiner Hand mit. 

Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen.        

Kyriegebet

Barmherziger Gott, bei dir ist die Quelle des Lebens
und in deinem Licht sehen wir das Licht.

Wir aber wollen Leben aus anderen Quellen schöpfen
und meinen, unsere Lichter geben Licht für unseren Weg.
Der Durst unseres Lebens aber bleibt ungestillt.
Wir gehen weiter in der Dunkelheit.

Schenke uns Leben aus deiner Ewigkeit,
öffne unsere Augen für dein Licht
damit wir dich hier und am Ziel unseres Weges erkennen.

Barmherziger Gott, erbarme dich unser!

Gnadenzusage

Frage und Antwort: 

Das Leben hat viele Wendepunkte,
viele Grenzen,
viele Höhen und Tiefen, Dunkel und Licht.
An wen wende ich mich um Hilfe?
Auf wen soll ich meine Hoffnung setzen?

Christus spricht:
„Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird seinen Weg nicht durch die Finsternis gehen,
sondern das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12)

Tagesgebet

Gott des Himmels und der Erden - 

Mit dem Licht der zunehmenden Tage…
… stärke in uns die Zuversicht,
dass die Bedrängnisse dieser Wochen sich lösen werden.
… ergreife uns mit dem Mut zum Widerspruch,
wo Unwahrheit und Eigensinn das Zusammenleben vergiften.
… wecke in uns die Achtsamkeit für die Menschen,
die in Einsamkeit, Sorgen und Trauer Trost brauchen.
… erschaffe uns neu im Geist des Glaubens,
der Hoffnung und der Liebe als Menschen,
die von Dir als Licht der Welt Zeugnis geben. 
Amen!

Lied: Gott des Himmels und der Erden

Gott des Himmels und der Erden

Piano: Dr. Birgit Kordt

Lesung - Evangelium bei Matthäus im 8. Kapitel

Als Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.

Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er ’s.

Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakobim Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die äußerste Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.

Halleluja

Der Herr ist König; des freue sich das Erdreich
und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind.

Halleluja.

Predigttext - Ruth 1, 1-19a

Zu der Zeit, als die Richter richteten, entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von Bethlehem in Juda zog aus ins Land der Moabiter, um dort als Fremdling zu wohnen, mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen. Der hieß Elimelech und seine Frau Noomi und seine beiden Söhne Machlon und Kiljon; die waren Efratiter aus Bethlehem in Juda. Und als sie ins Land der Moabiter gekommen waren, blieben sie dort. Und Elimelech, Noomis Mann, starb, und sie blieb übrig mit ihren beiden Söhnen. Die nahmen sich moabitische Frauen; die eine hieß Orpa, die andere Ruth. Und als sie ungefähr zehn Jahre dort gewohnt hatten, starben auch die beiden, Machlon und Kiljon.
Und die Frau blieb zurück ohne ihre beiden Söhne und ohne ihren Mann.

Da machte sie sich auf mit ihren beiden Schwiegertöchtern und zog aus dem Land der Moabiter wieder zurück; denn sie hatte erfahren im Moabiterland, dass der Herr sich seines Volkes angenommen und ihnen Brot gegeben hatte. Und sie ging aus von dem Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertöchter mit ihr. Und als sie unterwegs waren, um ins Land Juda zurückzukehren, sprach sie zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Geht hin und kehrt um, eine jede ins Haus ihrer Mutter! Der Herr tue an euch Barmherzigkeit, wie ihr an den Toten und an mir getan habt. Der Herr gebe euch, dass ihr Ruhe findet, eine jede in ihres Mannes Hause! Und sie küsste sie.

Da erhoben sie ihre Stimme und weinten und sprachen zu ihr: Wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen. Aber Noomi sprach: Kehrt um, meine Töchter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Wie kann ich noch einmal Kinder in meinem Schoße haben, die eure Männer werden könnten? Kehrt um, meine Töchter, und geht hin; denn ich bin nun zu alt, um wieder einem Mann zu gehören. Und wenn ich dächte: Ich habe noch Hoffnung!, und diese Nacht einem Mann gehörte und Söhne gebären würde, wolltet ihr warten, bis sie groß würden? Wolltet ihr euch einschließen und keinem Mann gehören? Nicht doch, meine Töchter! Mein Los ist zu bitter für euch, denn des Herrn Hand hat mich getroffen.

Da erhoben sie ihre Stimme und weinten noch mehr. Und Orpa küsste ihre Schwiegermutter, Ruth aber ließ nicht von ihr. Sie aber sprach: Siehe, deine Schwägerin ist umgekehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; kehre auch du um, deiner Schwägerin nach. Ruth antwortete: Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der Herr tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden.

Als sie nun sah, dass sie festen Sinnes war, mit ihr zu gehen, ließ sie ab, ihr zuzureden. So gingen die beiden miteinander, bis sie nach Bethlehem kamen.

Predigt zum Buch Ruth

Pfarrerin Hirschberg-Sonnemann

Ich sehne mich nach einer gemeinsamen Richtung.

Nicht allein gehen. 

Im selben Takt laufen, einer und eine gleicht den Schrittrhythmus an

bis es passt - kein Stolpern, selbst wenn man nah beieinander geht. 

So oft werden gemeinsame Wege abgebrochen, verlassen. 

Stehen bleiben und nicht wissen wie weitergehen,

in welche Richtung  soll ich mich entscheiden?

„Ich bin Ruth. Aus Moab.
Ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung.
Gestern sind wir aufgebrochen. Naomi, Orpa und ich.

Naomi ist meine Schwiegermutter. Ich war mit einem ihrer beiden Söhne verheiratet – so wie Orpa.

Unsere Heirat damals war etwas Besonderes. Schließlich stammten Naomi und ihr Mann aus Israel. Sie waren hierher nach Moab gekommen wegen einer Hungersnot in ihrer Heimat. Sie und ihre Söhne waren Fremde in unserem Land. Und wie haben sich die Leute das Maul zerrissen, als ich ihren Sohn, einen Ausländer heiratete ... Das war nicht leicht damals.

Und jetzt?

Zuerst starb Naomis Mann Elimelech, dann starben unsere Männer Machlon und Kiljon. Wir hatten nichts mehr zu erwarten. Ohne Männer, ohne Nachkommen waren wir ein Nichts.“

Im Buch Ruth erzählen Namen die Geschichte:

Naomi, "die Liebliche“, wird  durch den Tod ihres Mannes und ihrer Kinder zu Mara, der "Verbitterten". Sie verliert Ihren Mann Elimelech, der ein gläubiger jüdischer Mann war.  „Gott ist mein König“, heißt sein Name. In den Namen Ihrer Söhne Machlon, „der Kranke“, und Kiljon, „der Todkranke“, liegt schon deren Sterben.

Naomi, die Israelitin entscheidet sich zurückzukehren nach Israel. Sie wird Moab verlassen und ihre beiden moabitischen Schwiegertöchter zurückzulassen in deren Heimat: Orpa „die den Rücken sehen lässt“ – so heißt die Übersetzung ihres Namens und Ruth, das heißt: „Erquickung“

„Ich weiß es noch", erzählt Ruth, „Naomi fasste den Entschluss in ihre Heimat, nach Bethlehem zurückzukehren. Sie hatte gehört, die Hungersnot dort sei vorbei. Dort, bei ihren Verwandten sah sie eine Zukunft für sich. Wir machten uns auf den Weg, zu dritt, Naomi, ich und Orpa. Wir hatten doch nur noch uns. Und dann ist Naomi mitten auf dem Weg stehen geblieben. Sie will, dass Orpa und ich umkehren, ihr den Rücken zuwenden . Wir sollen hier bleiben in Moab. Sie hofft, dass wir beide durch eine neue Ehe wieder versorgt sein werden. Und sicher denkt sie, die Voraussetzung dafür sei in unserer Heimat besser als in der Fremde.“

„Wo Du hingehst da will ich auch hingehen, dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.“

Die Verse aus dem Buch Ruth gehören zu vielen Hochzeiten inzwischen wie das Hereingeführtwerden der Braut zum Altar. Auch wenn der Pfarrer und die Pfarrerin im Traugespräch liebevoll den Zusammenhang des Spruches erklären: das Versprechen einer Schwiegertochter.  Der Vers bleibt für Trauungen beliebt. Er ist Ausdruck einer großen Sehnsucht nach Miteinander, Partnerschaft –  nach der gemeinsamen Richtung.

Das Buch Ruth ist das „Rosemunde Pilcher –Buch“ der Bibel, Herzkino mit der Gewissheit des Happy Ends. 

„Naomi wagt den Blick in eine neue Richtung. Und sie will allein gehen.  Sie hat sich entschieden. Ohne Orpa und mich. Wir sollen in eine andere Richtung gehen als sie. Unserer Wege trennen. Aber mit ihr will ich zusammen sein. Sie ist meine Familie, ich hänge an ihr.

Ich glaube, sie hat Orpa überzeugt. Orpa macht sich auf den Weg zurück nach Hause. Aber mich, mich wird sie nicht überzeugen. Niemand wird mich daran hindern mit ihr zu gehen. Wo du hingehst, da gehe ich auch hin. Nur der Tod wird dich und mich trennen. Meine Entscheidung steht fest.“

Mit Menschen eine gemeinsame Richtung zu haben, heißt, nicht allein zu sein. Es heißt Schweres gemeinsam zu erleben und damit wird es leichter. Alles war verloren am Beginn der Geschichte. Ruth, Naomi und Orpa stehen am Weg und wissen nicht mehr wie ihre Richtung sein soll - ohne Männer; das war ungeschützt  und verlassen. Die Sicherheit des bisherigen Lebens ist zuende und Naomi entscheidet mutig den Richtungswechsel. Und mit ihr Ruth.

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen ... Ruth weiß genau, was sie hier sagt.

Sie verlässt bewusst ihr Land, ihre Familie und ihren Glauben. Sie geht hinein in eine völlig neue Situation,  ihre Entscheidung verändert die Richtung ihres Lebens: Das Land, die Volkszugehörigkeit, den Glauben und das Grab. Sie geht nicht allein, sie vertraut einem Menschen. Sie entscheidet sich, dass Naomi unverzichtbar ist für ihr Leben.

Mit einem Menschen fest in seinem Leben zu rechnen ist eine große Entscheidung, denn sie macht verletzlich. Die Geschichte von Ruth erzählt vom Mut zu dieser  Entscheidung, die verletzbar macht und bricht mit  Gewohntem, das vorher das Leben bestimmt hat.

Das Buch Rut gehört zu den Megilloth, den Festtagsrollen. Einmal im jüdischen Jahreslauf an Schawuot wird Ruth gelesen zur Erinnerung an die Gabe der Thora am Sinai, Gottes liebevolles Geschenk an uns Menschen.

„Das Buch Ruth ist eine wunderbare Geschichte von Liebe und Treue der Menschen. Alle tun hier das ihre, was sie zu tun vermögen, damit das Heil wächst in der Welt und der Segen sichtbar bleibt auf der Erde. Ein Buch voller Liebe, Glück und Geruch nach Acker, Sommer und Ernte. Es ist führwahr eine Sommergeschichte der Liebe und Gott freut sich mit über seine großen Kinder, die um ihre Verantwortung wissen und dieser auch nicht ausweichen.“[1]

Verantwortung für Ruth und Naomi übernimmt Boas, ein entfernter Verwandter von Naomi. Sein Name bedeutet „in ihm ist Kraft“. Er tut was er sagt und erkennt Ruths Wert und Würde. Die beiden finden - liebevoll von Naomi in die richtige Richtung gelenkt -zusammen, werden ein Paar und Eltern.

Nicht immer wartet in unserem Leben irgendwo und irgendwann ein Boas, der seine Schritte an Ruths Schritte anpasst und  der alles ausräumt,  was dem gemeinsamen Weg entgegensteht. Ruth findet ihren Platz, nicht nur in der Ahnenreihe Jesu, als Urgroßmutter des Königs David. Es ist für sie die richtige Richtung. Nicht immer wird alles gut. Aber immer steht eine Entscheidung zu einer Richtung am Anfang und - so erzählt es Ruth – Gott sorgt dafür, dass wir nicht allein gehen. 

„Rabbi Elieser sagte: Boas tut das Seinige, Ruth das Ihrige  und Noomi tat auch das Ihrige, so will ich, sprach Gott, auch das Meinige tun.“ (Midrasch Ruth Rabba IV,I)

Ich mag das Buch Ruth, ein bisschen „Rosemunde Pilcher“ in der Bibel, ein wenig Herzkino und die Hoffnung: alles wird vielleicht doch gut. Aber das geschieht nicht von allein. Aller göttlichen Unterstützung geht die menschliche Entscheidung voran, eine Richtung einzuschlagen, manchmal eine neue. Ruth erinnert nicht nur einmal im Jahr am jüdischen Fest Schawout daran, wie wertvoll  Menschen sind, die ihre Schritte an unsere anpassen, mit uns gemeinsam in eine Richtung gehen.

Gott will dass wir das unsere tun, er tut das seine.

„Am Brunnen meiner Heimat
steht ein Engel,
der singt das Lied meiner Liebe,
der singt das Lied Ruths.“ ( Else Lasker-Schüler)


[1] G. Begrich, Namen und Namengeschichten der Bibel

Fürbitten

Gott, du Licht der Welt. 

Laß deinen Stern auch in unserem Leben aufgehen,
damit wir erfahren, daß unsere Suche keine Irrfahrt ist,sondern ein Heimweg zu dir.  

Zeige uns wo wir dich finden können, wo du uns nahe kommst. 

Laß dein Licht in unser Leben scheinen,
damit wir uns selbst annehmen können, so wie wir sind
und dann auch unsere Mitmenschen. 

So bitten wir dich für das, was uns am Herzen liegt:
Für das, was uns in diesen Tagen beschäftigt hat,
für die Menschen, die uns nahe stehen und die wir vermissen
und auch für die, mit denen wir es nicht leicht haben. 

Gott, hilf uns, dich in unseren Schwestern und Brüdern wiederzuerkennen.
Laß uns achtgeben auf Menschen, die unsere Hilfe brauchen.
Wir bitten  um Gesundung für die Kranken.
Wir bitten für diejenigen, die Dunkelheit in ihrem Leben erfahren,
für die Trauernden und Traurigen, für die Einsamen,
für die Enttäuschten und Verbitterten,
für alle, die sich selbst im Wege stehen
und für die, die ohne  Hoffnung sind: schenke ihnen Zuversicht. 

Wir bitten dich für die Mutigen,
die Gewalt und Unrecht Widerstand leisten,
dass von ihnen ein ansteckender Funke ausgeht.
Gott, dein Licht will sich ausbreiten. Laß es  unter uns hell werden.

Amen. 

Vater Unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Lied: Seid fröhlich in der Hoffnung

Seid fröhlich in der Hoffnung

Piano: Dr. Birgit Kordt

Sendung

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an.

Römer 12,11-13a

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir seinen Frieden.

Amen.

Musik zum Ausgang


Lied: Gott des Himmels und der Erden

Gott des Himmels und der Erden

Piano: Dr. Birgit Kordt

Liedtext - EG 445 Gott des Himmels und der Erden

1. Gott des Himmels und der Erden,
Vater, Sohn und Heilger Geist,
der es Tag und Nacht lässt werden,
Sonn und Mond uns scheinen heißt,
dessen starke Hand die Welt,
und was drinnen ist erhält.

2. Gott, ich danke dir von Herzen,
dass du mich in dieser Nacht
vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen
hast behütet und bewacht,
dass des bösen Feindes List
mein nicht mächtig worden ist.

4. Hilf, dass ich mit diesem Morgen
geistlich auferstehen mag
und für meine Seele sorgen,
dass, wenn nun dein großer Tag
uns erscheint und dein Gericht,
ich davor erschrecke nicht.

5. Führe mich, o Herr, und leite
meinen Gang nach deinem Wort;
sei und bleibe du auch heute
mein Beschützer und mein Hort.
Nirgends als von dir allein
kann ich recht bewahret sein.