Willkommen!

3. Sonntag nach Trinitatis - 28. Juni 2020

Online-Gottesdienst mit Matthias Mladek

Musik zum Eingang

Allein Gott in der Höh sei Ehr - J. G. Walther

Orgel: Dr. Birgit Kordt

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Mit dem Wochenspruch aus dem Lukasevangelium begrüße ich Sie herzlich zum Gottesdienst am 3. Sonntag nach Trinitatis

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Gemeinde: Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,

Gemeinde: der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Psalmgebet Psalm 103

Lobe den Herrn, meine Seele
und was in mir ist, seinen heiligen Namen!

     Lobe den Herrn, meine Seele,
     und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:

der dir alle deine Sünde vergibt
und heilet alle deine Gebrechen,

     der dein Leben vom Verderben erlöst,
     der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,

der deinen Mund fröhlich macht,
und du wieder jung wirst wie ein Adler.

     Der Herr schafft Gerechtigkeit und Recht
     allen, die Unrecht leiden.

Er hat seine Wege Mose wissen lassen,
die Kinder Israel sein Tun.

            Barmherzig und gnädig ist der Herr,
            geduldig und von großer Güte.

Er wird nicht für immer hadern
noch ewig zornig bleiben.

            Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden
            und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.

Denn so hoch der Himmel über der Erde ist,
läßt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.

            So fern der Morgen ist vom Abend,
            läßt er unsre Übertretungen von uns sein.

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.  

Sündenbekenntnis

Lassen Sie uns vor Gott bekennen,
dass wir gesündigt haben,
er will sich unser erbarmen.

Wir sprechen gemeinsam die Worte des Liedes Meine engen Grenzen:

1. Meine engen Grenzen,
meine kurze Sicht bringe ich vor dich.
Wandle sie in Weite:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Weite:
Herr, erbarme dich.

2. Meine ganze Ohnmacht,
was mich beugt und lähmt, bringe ich vor dich.
Wandle sie in Stärke:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Stärke:
Herr, erbarme dich.

3. Mein verlornes Zutraun,
meine Ängstlichkeit bringe ich vor dich.
Wandle sie in Wärme:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Wärme:
Herr, erbarme dich.

4. Meine tiefe Sehnsucht
nach Geborgenheit bringe ich vor dich.
Wandle sie in Heimat:
Herr, erbarme dich.
Wandle sie in Heimat:
Herr, erbarme dich.

Gnadenzusage

Wo ist solch ein Gott, wie du bist,
der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen,
die geblieben sind als Rest seines Erbteils;
der an seinem Zorn nicht ewig festhält,
denn er hat Gefallen an Gnade!

Er wird sich unser wieder erbarmen,
unsere Schuld unter die Füße treten
und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

Amen.

Tagesgebet

Lasst uns beten:

Gott, himmlischer Vater -
Du bist barmherzig und gnädig,
geduldig und von großer Güte.

Wir danken dir,dass du uns unsere Schuld nicht anrechnest,sondern durch das Kreuz deines Sohnes Jesus Christus deine Liebe offenbar werden lässt.

Wir bitten dich: hilf uns,
dass wir dies auch immer neu erfahren
und dich loben und preisen in Ewigkeit.

Amen.

Lesung aus dem Lukasevangelium (Kapitel 15)

1 Es nahten sich ihm aber alle Zöllner und Sünder, um ihn zu hören.

2 Und die Pharisäer und die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.

3 Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:

11 [...]Ein Mensch hatte zwei Söhne.

12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht. Und er teilte Hab und Gut unter sie.

13 Und nicht lange danach sammelte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land; und dort brachte er sein Erbteil durch mit Prassen.

14 Als er aber alles verbraucht hatte, kam eine große Hungersnot über jenes Land und er fing an zu darben

15 und ging hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten.

16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Säue fraßen; und niemand gab sie ihm.

17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Brot in Fülle haben, und ich verderbe hier im Hunger!

18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.

19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich einem deiner Tagelöhner gleich!

20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater.

Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.

21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße.

22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße

23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet's; lasst uns essen und fröhlich sein!

24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.

25 Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen

26 und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre.

27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat.

28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn.

29 Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre.

30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet.

31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein.

32 Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.

Predigt

Liebe Gemeinde!

Wo ist solch ein Gott, wie du bist? Andere Bibelübersetzungen sagen: „Wer ist so ein Gott, wie du bist?“ Eine spannende Frage, die unser heutiger Predigttext da aufwirft. 

"Wo findet man einen Gott, so wie du einer bist?", fragt der Prophet Micha. Da spricht eine tiefe Bewunderung, ein starker Glaube aus dem Propheten.

Ein Gott wie Du bist. Ja wie ist er denn, unser Gott?

Mit viel persönlichem Abstand und mit Maske sind wir dieser Frage in meiner Heimatgemeinde vor einigen Tagen gemeinsam mit Konfirmandinnen und Konfirmanden nachgegangen, haben uns angesehen, wie Gott an unterschiedlichen Bibelstellen beschrieben wird.

Welches Gottesbild spricht mich besonders an, und was bedeutet das für mich?

Was macht es mit meinem Leben, wenn ich beispielsweise sagen kann: Gott ist wie ein Weg, Gott ist der Weg.

Gehen Sie mit, hinein in unseren Predigttext aus dem Buch des Propheten Micha im 7. Kapitel, (Verse 18-20) und mit hinein in unterschiedliche Szenen, eine Geschichte und verschiedene Gedanken zum Thema „Gottesbilder“

.-.-.-.-.-.-.-

Es waren einmal fünf weise Gelehrte. Sie alle waren blind. Diese Gelehrten wurden von ihrem König auf eine Reise geschickt und sollten herausfinden, was ein Elefant ist. Und so machten sich die Blinden auf die Reise nach Indien. Dort wurden sie von Helfern zu einem Elefanten geführt. Die fünf Gelehrten standen nun um das Tier herum und versuchten, sich durch Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils;

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

Schöpfer

Gott, Schöpfer,
er hat die Welt erschaffen...
Er schenkt Leben...
Er wacht über unser Leben..

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Als die Gelehrten zurück zu ihrem König kamen, sollten sie ihm nun über den Elefanten berichten. Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Rüssel betastet.

Er sprach: "Ein Elefant ist wie ein langer Arm."

.-.-.-.-.-.-.-.

Christus spricht: Ihr sollt beten: „Unser Vater im Himmel …“

Vater

Gott ist wie ein Vater,er sorgt für uns, schenkt uns, was immer wir zum Leben brauchen. Und er sorgt sich um uns, so dass wir nicht verloren gehen. Treu steht er zu seinem Bund, zum Versprechen unserer Taufe, zu seiner Zusage, uns keinen Tag im Leben allein zu lassen. 

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist,

der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!

.-.-.-.-.-.-.-.-.

Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet. Er ereiferte sich, fast schrie er: "Nein, nein, das stimmt nicht, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Der Herr ist ein großer König über die ganze Erde.

König

Der Herr, ein großer König, machtvoller, liebevoller als alles, was wir als weltliche Herrscher kennen. Sicher nicht so, wie sich das weite Teile des jüdischen Volkes und insbesondere die ersten Christenmenschen von Jesus erhofft hatten, nicht als neuer König, der die Macht in Jerusalem übernimmt, die Israeliten vor 2000 Jahren vom Joch der Römer befreit.

„Mein Reich, ist nicht von dieser Welt“ hatte er selbst einmal dazu gesagt.

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Der dritte Gelehrte sprach: "Aber nein, ein Elefant ist wie eine dicke Säule."- Er hatte ein Bein des Elefanten berührt. Immer hitziger wurde die Diskussion der Gelehrten.

.-.-.-.-.-.-.-.

Gott redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet.

Freund

Ja, nichts haben wir manchmal nötiger, als den Freund, die Freundin an unserer Seite. Den der zuhört, der bereit ist, auch den nächsten Mist, den wir verzapfen, zu verzeihen...

Die, die nur einen Anruf weit entfernt ist, ja mehr noch, die so oft schon da war, bevor wir überhaupt den Mut hatten, zum Hörer zu greifen. Gott ist wie eine gute Freundin, wie ein helfender Freund.

Ein starkes Bild und eine kräftige Ermutigung.

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!

19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

.-.-.-.-.-.-.-.-.

Der vierte Weise sagte: "Also ich finde, ein Elefant ist wie ein Pinsel, aber ohne festen Stiel. Eher eine Strippe mit ein paar Haaren am Ende", denn er hatte nur den Schwanz des Elefanten ertastet.

.-.-.-.-.-.-.-.-.

Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht wanken werde.

Fels

Dunkles und Bedrohliches, brodelnd und schäumend, so tobt es hier am linken Bildrand. Doch keine Angst, Gott ist mein Fels, lass es toben und brausen, ich kann mich anlehnen, ich kann ruhig sein,
ich genieße das frische Gras. Gott ist mein Fels, er stützt mich, ich kann mich anlehnen, bin gestärkt und geschützt. -

Gott hilft...

.-.-.-.-.-.-.-.-.

Und der fünfte Weise berichtete seinem König: "Was erzählen meine Kollegen da nur? Also ich sage, ein Elefant ist wie eine riesige Masse, ein großes Fass, oder ein Tank, mit Rundungen und ein paar Borsten darauf."-  Dieser Gelehrte hatte den Rumpf des Tieres berührt.

.-.-.-.-.-.-.-.-.

Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Liebe

Aus dem Vollen heraus, schöpfen Gottes Hände hier.  Unendlich viel Liebe, können sie weitergeben:
Weil du reichlich gibst, Gott, müssen wir nicht sparen, können Deine Liebe weitertragen, hinaus zu Nachbarn, Freunden, Mitmenschen und unseren unbekannten Nächsten.

Weil du reichlich gibst, Gott, müssen wir nicht sparen. Gottes Liebe ist grenzenlos, bedingungslos, überschwänglich, endlos und hoffentlich auch ansteckend.

.-.-.-.-.-.-.-..

Nach diesen widersprüchlichen Äußerungen fürchteten die Gelehrten den Zorn des Königs, konnten sie sich doch nicht darauf einigen, was ein Elefant wirklich ist. Doch der König lächelte weise: "Ich danke Euch, denn ich weiß nun, was ein Elefant ist:
Ein Elefant ist ein Tier mit einem Rüssel, der wie ein langer Arm ist, mit Ohren, die wie Fächer sind, mit Beinen, die wie starke Säulen sind, mit einem Schwanz, der einem kleinen Pinsel mit ein paar Haaren daran gleicht und mit einem Rumpf, der wie ein großes Fass mit Rundungen und ein paar Borsten ist."

Die Gelehrten senkten beschämt ihren Kopf, nachdem sie erkannten, dass jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet hatte und sie sich zu schnell damit zufrieden gegeben hatten.

.-.-.-.-.-.-.--.-.

18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade!

19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.

20 Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, wie du unsern Vätern vor Zeiten geschworen hast.

.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Liebe Gemeinde,

"Wo ist solch ein Gott, wie du bist? - Wer ist so ein Gott, wie du bist?“ Die Frage bleibt spannend, jeden Tag aufs neue.

Anfang Juni haben sich unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden für ein Gottesbild entschieden, dass sie in dem Moment besonders ansprach. In einigen Tagen könnte das schon wieder ein ganz anderes sein. Wir können Gott nie als Ganzes begreifen, in all seiner Größe, all seinen Facetten. Es wird uns nie gelingen, wie es dem weisen König gelungen ist, aus den Bruchstücken und Berichten seiner Gelehrten ein komplettes Bild des Elefanten zu erahnen. Dafür ist Gott zu groß, zu vielschichtig, zu wunderbar.

Das übersteigt unseren Verstand und unsere Vorstellungskraft. - Wir können Gott nicht begreifen.

Und auch wenn Micha da so deutlich seinen Gott, unseren Gott lobt und für einzigartig erklärt: Sechs Kapitel lang reibt sich Micha an Gott, an seinem Zorn für das Volk Israel. Es ist ein Prozess, an dessen Ende der tiefe und unerschütterliche Glaube steht: Wo könnten wir einen anderen Gott finden, der so ist wie du? Nein, den gibt es nicht, ist Micha überzeugt. 

Und das wünsche ich mir und Ihnen:
Das wir uns an Gott reiben können, dass wir uns trauen, mit unseren Zweifeln dennoch bei ihm zu bleiben;  Mit Gott zu kämpfen, zu hadern, zu ringen  und doch im Tenor sagen können: Du Gott, bist unser Gott, einen anderen Gott wie dich gibt es nicht. Du bist wie Vater, Mutter, Freund, Fels, Schutz, Schirm, eine kämpfende Bärin, eine Tür, die Auferstehung, das Leben, der Weg, Sonne, Licht, Gastgeber, guter Hirte, König, Gärtner, Quelle des Lebens und noch so viel mehr.

Das alles finden wir bei Dir, Gott, der du festhältst, an deinem treuen Bund mit uns.

Amen.

Der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

Fürbittengebet

Lasst uns Gott danken und Fürbitte halten:

Lobe den Herrn, meine Seele.

Gutes tust du,
Gott des Lebens,
Ursprung und Ziel,
Quelle und Weg.

Gutes hast du uns getan
und immer wollen wir uns daran erinnern.

Gutes hast du uns getan
und wir vertrauen darauf,
dass du deiner Welt treu bleibst.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Lobe den Herrn, meine Seele,
der dir alle deine Sünde vergibt.

Vergib nicht nur uns,
vergib allen,
die in Unrecht und Gewalt verstrickt sind.

Vergib denen,
die sich durch Lüge und Betrug bereichern.
Vergib denen,
die auf Kosten Anderer leben.

Vergib uns,
damit wir zu dir umkehren.
vergib allen und bekehre sie zum Leben,
damit die Welt aufatmet.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Lobe den Herrn, meine Seele,
der alle Gebrechen heilt,
der unser Leben vom Verderben erlöst.
Heile uns und vertreibe unsere Angst.

Begleite die Kranken,
gib deine stärkenden Kräfte denen,
die sich um Erkrankte mühen.
Gib deinen heilenden Geist allen,
die sich um die Verwirrten, Verzweifelten
und Ratlosen mühen.

Lege deinen heilenden Trost
in die Seelen der Trauernden.

Erlöse uns von dem,
was Zerstörung und Tod bringt.

Durchdringe mit deiner Liebe
unser Leben und die ganze Welt,
damit heil wird, was zerbrochen ist.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Lobe den Herrn, meine Seele,
der unseren Mund fröhlich macht.
Lobe den Herrn, meine Seele,
der uns singen lässt.

Lege uns deine Worte in den Mund,
damit die Welt sie hört.
Lege sie deiner ganze Kirche in den Mund,
damit sie wieder jung wird,
damit sie glaubwürdig ist,
damit sie dir und der Welt treu ist,
und dich mit ihrem Singen und Handeln bezeugt.
Wir bitten dich:
Erbarme dich.

Lobe den Herrn, meine Seele
und was in mir ist, seinen heiligen Namen.
Ja, so loben wir dich
und vertrauen uns dir,
dem dreieinen Gott an.
Lobe den Herrn, meine Seele,
heute und alle Tage.

Amen.

Vater Unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Segen

Der Herr segne dich und mache die Wege hell, die er dich führt.
Er lasse dich seine Nähe spüren, wenn du dich ängstigst,
und öffne deine Augen und dein Herz für die Freude
und für die Menschen, die er dir schenkt.

Musik zum Ausgang

Cantabile - James Conely

Orgel: Dr. Birgit Kordt

Ein Männerchor aus unserer indonesischen Partnerkirche, der GKPS, singt (vor Corona aufgezeichnet) das Lied RIGAPANKIN.

Es handelt von Gottes Segen, der in den schweren Zeiten besonders kraftvoll zu sein scheint.